"Du musst dich an die Regeln halten.”
Regeln, Vorgaben und Bestimmungen
Regeln, Vorgaben, Bestimmungen, ungeschriebene Gesetze, geschrieben Gesetze - Regularien gibt es überall und für alles. Wir haben uns an sie zu halten und uns unterordnen. Doch woher kommt die Regelwut? Warum zwängen und pressen wir uns da rein und nehme Vorgaben und Bestimmungen hin ohne sie zu hinterfragen? Gerne noch von den Worten begleitet: „So ist es eben“.
Warum?
Warum verhalten wir uns so? Weil wir es genauso gelernt haben.
Zu Beginn dieses Schuljahres hatte mein Zweitklässler Sohn den größten Stress damit, sich „an die Regeln zu halten“. Ich hatte den Eindruck, dass der Fokus komplett auf den vorgegebenen Regeln und nicht auf dem Spaß am Lernen liegt. Selbst wenn er es mir nur so vermittelt hat und die Lehrer es anders meinten, zeigt es mir doch seine Wahrnehmung.
Was steckt dahinter?
Was steckt dahinter, dass es für alles Regeln gibt und bereits im Kindergarten damit begonnen wird, dass es eben Regeln gibt und an die hat man sich zu halten. In meinen Augen werden bspw. Verhaltensregeln benötigt und aufgestellt, weil den Kindern nicht beigebracht wird, dass jeder Mensch anders ist und es keine Schublade gibt, in die alle hineinpassen.
Normal, was ist normal?
Normal gibt es nicht. Normal ist ein Konstrukt. Normal definiert sich durch auferlegte/vorgegebene Bewertungsmuster.
Ich wünsche mir, dass statt Regeln über Regeln in Kinder einzupauken, Akzeptanz, Toleranz und Respekt (vor-)gelebt und beigebracht wird. Dies erreichen wir durch offene, liebevolle und wahrhaftige Kommunikation und eigene Reflektion.
Jeder Mensch ist wertvoll.
Wir sind wertvoll, so wie wir sind. Akzeptieren wir uns so wie wir sind und stellen wir uns unserem Sein. Wir können "nur" wir selbst sein und jeder einzelne kann ausschließlich bei sich selbst anfangen.
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