Erste Klasse, erster Klasse
Mutter sein ist toll. Bei den Lernaufgaben (ehemals Hausaufgaben) behilflich zu sein, ist kein Problem. „Lego bauen, Puppen, Autos oder Tiere spielen“ - kein Problem.
Mit meinem Erstklässler-Sohn lesen üben?
Hui, da zeigen sich meine Herausforderungen. Ich habe keine Ahnung, ob ich (noch) geduldiger sein muss oder sollte ich vor der Übungssession eine Stunde meditieren? Ich habe das richtige Rezept noch nicht gefunden. Ich weiß nur, dass es mich wahnsinnig anstrengt. Möglich ist natürlich auch, dass ich den Druck (ein anderes Wort fällt mir gerade nicht ein) der Schule nicht nachvollziehen kann. Mit welcher Begründung muss es nun gerade in dieser Woche die „U“-Seite sein. Wer schreibt dieses, ein Tempo vor.
Lesen und schreiben lernen passiert im Gehirn nicht gleichzeitig
Mein Gefühl ist, dass die Konzentration auf das, was bereits super funktioniert, wie Mathe, schreiben, Sachunterricht etc., förderlich wäre. In meinen Augen zieht das, was zum jetzigen Zeitpunkt noch schwierig ist, ganz von allein nach. Kein Mensch ist uniform - du bist nicht wie ich und unsere Kinder unterscheiden sich auch, von uns und untereinander. Warum wird also eine Schablone aufgelegt, die von den Kindern erfüllt werden muss?
Ich liebe ganzheitliche Herangehensweisen
Ganzheitlichkeit in der Medizin, beim Coaching, im Denken. In der Schule/im Schulsystem erkenne ich wenig Ganzheitlichkeit.
Es ist mir klar, dass mein Sohn problemlos lesen wird. Auch, wird er riesigen Spaß daran haben Bücher zu „verschlingen“ und sich durch das Lesen Neues zu erschließen. Nur eben noch nicht jetzt gleich.
Ich liebe und akzeptiere ihn genau so, wie er ist: